Predigtreihe “Grundbegriffe des Christentums”

GRUNDBEGRIFFE DES CHRISTENTUMS

Eine Reihe von Gottesdiensten zu den Grundlagen unseres Glaubens in St. Salvator, Gera (September 2013 bis Mai 2014)

Hier finden Sie das Programm-Faltblatt.

Gutes Leben. Das will jede Religion. Die spirituellen Quellen unserer Kultur sind dazu da, unser Leben intensiv und kraftvoll zu machen. Aber wie kommt man da heran? Besonders das Christentum verbirgt sich im Moment hinter einer dicken Staub- und Schmierschicht von Vorurteilen. Sieben Gottesdienste wollen die christlichen Traditionen blank reiben und sichtbar machen, was sich hinter den vermeintlich negativen oder leeren Begriffen verbirgt.

Die Grundbegriffe des Christentums sind keine Vortragsreihe! Jedes Thema wird mit einem lebendigen Gottesdienst angegangen. Es wird gebetet, gesungen, gelesen und gepredigt. Die Musik ist nicht bloß Dekoration, sondern spielt eigene Motive ein. Jeder Gottesdienst ist also – wie immer – ein Gesamtkunstwerk. Aber diesmal stehen nicht Feste und festgelegte Texte im Mittelpunkt, sondern die gedanklichen und spirituellen Bausteine, aus denen wir Christsein bauen. In der darauffolgenden Woche bieten wir jeweils einen Gesprächsabend mit biblischen und theologischen Texten an. Der ist zum Sprechen und Nachdenken.

SCHULD UND VERGEBUNG

Warum spricht das Christentum ständig von Schuld und Sünde? Weil Schuld und Sünde Mächte sind, die das menschliche Leben durchstreifen und die manchmal nicht loszukriegen sind. Selbst wer eine Strafe verbüßt hat, den verfolgte die alte Schuld noch. Vergebung durch Gott. Wie funktioniert das? So wie die Beichte früher oder mehr wie eine Psychotherapie?

Gottesdienst: Sonntag, 22. September 2013, 9.30 Uhr, St. Salvator. Hier steht der gesamte Text des Gottesdienstes. Hier finden Sie die Predigt. Nicht hören können Sie (leider!) die musikalischen Beiträge zum Thema – z.T. zeitgenössische – von Rebecca Blau (Querflöte) und Benjamin Stielau (Orgel).

Gemeindeabend: Mittwoch, 25. September 2013, 19 Uhr, Gemeindesaal

LIEBE

Liebe macht das Leben leicht und schön. Wer verliebt ist, für den geht alles von selbst. Was meint das Christentum, wenn es von der Liebe Gottes spricht? Was spricht dafür, dass die Welt in der Hand eines zärtlichen Gottes ruht, der es gut mit ihr meint? Und wenn das so ist: Woher kommen dann die Dornen, die uns verletzen? Warum geht nicht alles gut? Wo ist die Liebe Gottes und vor allem: Wie?

Gottesdienst: Sonntag, 20. Oktober 2013, 9.30 Uhr, St. Salvator. Hier steht der gesamte Text des Gottesdienstes. Hier finden Sie die Predigt. Nicht nachhören können Sie die innig schmelzenden Duette zum Thema von Annett Tupaika (Saxophon) und Benjamin Stielau (Orgel).

Gemeindeabend: Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19 Uhr, Gemeindesaal

TOD

„Tod, wo ist dein Stachel nun?“, schreibt, nein ruft der Apostel Paulus triumphierend. Christus hat den Tod überwunden. In der Antike war das die zentrale Botschaft. Sie begründete die Erfolgsgeschichte des Christentums. Heute ist die Überwindung des Todes im Angebot jeder Religion. Als Seelenwanderung ist sie allerdings beliebter als in der anstößigen Form der „Auferstehung des Fleisches“. Was heißt das? Und wie lange haben die „Mächte des Todes“ noch etwas zu sagen?

Gottesdienst: Sonntag, 17. November 2013, 9.30 Uhr, St. Salvator, Hier steht der gesamte Text des Gottesdienstes. Hier finden Sie die Predigt. Nicht nachhören können Sie die fast schon jenseitige Harmonie des Zusammenspiels von Cornelius Herrmann (Violincello) und Benjamin Stielau (Orgel).

Gemeindeabend: Mittwoch, 20. November 2013, 19 Uhr, Gemeindesaal

GLAUBEN

Nicht „Woran glaubst du?“, sondern „Worauf stehst du?“, ist die Frage des Glaubens. Woher siehst du die Welt? Was ist deshalb selbstverständlich für dich und woran hältst du unter allen Umständen fest? Die meisten von uns kennen den Glauben nur, wenn er nicht mehr da ist, als Sinnkrise oder Depression. Wie sieht Glauben aus (und Hoffen und Lieben), wenn er sich aus der großen spirituellen Quelle unserer Kultur speist, dem Christentum?

Gottesdienst: Sonntag, 12. Januar 2014, 9.30 Uhr, St. Salvator. Hier finden Sie die gesamten Texte des Gottesdienstes zum Nachlesenund hier ist die Predigt. Nicht hören, leider, da müssen Sie schon selbst kommen, können Sie die Musik von Peter Wiegand (Violine), Cornelius Herrmann (Violincello) und Benjamin Stielau (Orgel).

Gemeindeabend: Mittwoch, 15. Januar 2014, 19 Uhr, Gemeindesaal

KREUZ

Unsere grundlegenden Überzeugungen sind durch die Nacht des Schmerzes gegangen. Was die Extremsituationen unseres Lebens überlebt hat, ist nicht mehr aus unserem Leben weg zu denken. Es bleibt. Deswegen ist der Gedanke, dass Gott selbst den Kreuzestod gestorben ist, der stärkste Grund, warum er uns liebt und diese Liebe nicht brüchig werden kann.

Gottesdienst: Sonntag, 16. Februar 2014, 9.30 Uhr, St. Salvator. Leider können Sie Benjamin Stielau an der Orgel nicht nachhören. Auch Paula Pietsch (Violine) und Tobias Hohberg (Viola), Schüler der Spezialklassen für Musik am Rutheneum (Gera) waren nur im Gottesdienst zu hören. Aber die Predigt und  alle anderen Texte des Gottesdienstes können Sie nachlesen.

Gemeindeabend: Mittwoch, 19. Februar 2014, 19 Uhr, Gemeindesaal

GNADE

„Arbeit war sein ganzes Leben, Ruhe hat er nicht gekannt.“ Das schrieb man im letzten Jahrhundert noch auf Grabsteine. Pausenlos beschäftigt und immer Leistung bringen. Ein Leben, gegen das niemand etwas aufbringen kann. Das steckt noch in unseren Knochen. Wie sieht ein Leben aus, das sich der Gnade Gottes verdankt? Wie nimmt man ein Geschenk an, das man nicht verdient?

Gottesdienst: Sonntag, 6. April 2014, 9.30 Uhr, St. Salvator. Leider können Sie weder Luise Eckhardt (Sopran) singen hören, noch Benjamin Stielau Orgel spielen. Schade. Aber Sie können hier die Predigt und hier die Texte des Gottesdienstes herunterladen. Viel Spaß bei der Lektüre!

Gemeindeabend: Mittwoch, 9. April 2014, 19 Uhr, Gemeindesaal

SCHÖPFUNG

Unsere Welt ist bedroht. Wer über Klimakatastrophe und Atomkriegsgefahr spricht, nennt unsere Welt gern „Schöpfung“. Das heißt, die Welt ist ein Wunschkind gewesen und so gewollt, wie sie ist. Jemand passt auf sie auf. Aber was ist mit den Mächten des Todes und der Zerstörung? Hat Gott sie mit geschaffen?

Gottesdienst: Donnerstag, 29. Mai 2014 (Himmelfahrt), 9.30 Uhr, St. Salvator. – Am Himmelfahrtstag gab es Barock-Musik, u.a. aus der Himmelfahrtskantate von Telemann. Es spielten Damaris Kircheis (Sopran), Paula Pietsch (Violine) und Benjamin Stielau (Orgel). Die Texte des Gottesdienstes finden Sie hier. Falls Sie nur in die Predigt hineinsehen wollen, können Sie dies hier.

Gemeindeabend: Mittwoch, 4. Juni 2014, 19 Uhr, Gemeindesaal

IMPRESSUM

Die St. Salvator Kirche ist ein Juwel europäischen Jugendstils. Sie gehörte zu den ersten Objekten, die vom Forschungs- und Dokumentationsprogramm Partage Plus aufgenommen wurde.

Orte: Kirche St. Salvator (Nicolaiberg 4, 07545 Gera) und Gemeindesaal (Nicolaiberg 5/1. OG, 07545 Gera)

Konzeption, Predigt und Liturgie: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Musikalische Leitung: Benjamin Stielau

Kontakt: Pfarramt, Nicolaistr. 2, 07545 Gera, 0365-8001517, 0172-4273307, pfarrer@st-salvator-gera.de, www.sankt-salvator-gera.de.